Künstlerportrait in der Kontur 39
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In der aktuellen Ausgabe der kontur - Kunst und Design in der Region ist Ende April 2026 ein ausführliches Künstlerportrait über meine Arbeit erschienen. Die Veröffentlichung zeigt aktuelle Arbeiten aus meinem Atelier in Nottuln und begleitet meinen Weg als Mixed-Media-Künstlerin in NRW.
Meine Arbeitsweise
Meine Arbeiten entstehen abseits vom festen Konzept. Sie beginnen oft mit Material, Rhythmus oder einer Oberfläche, die etwas in Bewegung setzt. Ich arbeite mit Pigmenten, Strukturpasten, natürlichen Materialien, gewebten Elementen und Fragmenten, die sich Schicht für Schicht verdichten oder wieder auflösen. Mich interessiert dabei weniger das rein Abstrakte als das, was zwischen Erinnerung, Körperlichkeit und Atmosphäre entsteht.
Der Ursprung, der mich prägt
Viele meiner Werke tragen eine Spannung in sich, die aus meiner eigenen Wahrnehmung kommt. Es ist das gleichzeitige Gefühl von Weite und Verlust, Freiheit und Unsicherheit. Ich bin in den 90er Jahren in einfachen Verhältnissen in der UdSSR aufgewachsen. Trotz materieller Begrenzung war diese Zeit geprägt von einer unmittelbaren Freiheit, die mich bis heute beeinflusst. Vielleicht suche ich deshalb in meinen Arbeiten nicht nach Perfektion, sondern nach Präsenz, nach etwas, das roh, offen und lebendig bleibt.
Zurück zur Kunst
Nach vielen Jahren fand ich schrittweise zur Kunst zurück. Es war kein spontaner „Kreativschub“, für mich war es ein existenzielles Wiederanknüpfen an etwas, das über lange Zeit verschüttet war. Heute bildet die Kunst den Mittelpunkt meines Lebens und meiner Wahrnehmung.
Als zeitgenössische Künstlerin aus dem Münsterland arbeite ich an der Schnittstelle zwischen abstrakter Malerei, textilem Arbeiten und organischen Strukturen. Besonders interessieren mich Materialien, die Spuren von Zeit sichtbar machen, wie ausgefranste Stoffe, Überlagerungen, erdige Pigmente, gerissene Oberflächen oder gewebte Verbindungen, die gleichzeitig Stabilität und Fragilität tragen.
Die Kontur
Das Künstlerportrait in der kontur zeigt einen Ausschnitt dieser Entwicklung und meiner aktuellen Mixed-Media-Arbeiten. Für mich ist die Veröffentlichung weniger ein Endpunkt als vielmehr Teil eines größeren Weges hin zu einer Bildsprache, die sich nicht an Trends orientiert, sondern an Wahrnehmung, Erinnerung und innerer Spannung. Zur kontur 39